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Ein neuer Eintrag, fuer ruhige Nerven zuhause.

Nach meiner Irrfahrt nach Kuantan hat der Rest wieder erstaunlich gut geklappt. Aber jetzt hatte ich ja auch Zeit, um beispielsweise bei der Einreise nach Singapur nicht draengeln zu muessen. Eine Stunde nachdem ich den Bus in Johor Baru verlassen hab, stand ich auf dem Bus-Terminal im Zentrum Singapurs. Also weitere 2 Tage auf die Weiterreise warten. Aber in Singapur laesst sich die Zeit deutlich leicher totschlagen, als in malayischer Provinz.

Nach 3 Stunden Flug: Ankunft auf Bali.

Ich muss gestehen, ich habe mir im Vorfeld ueberhaupt gar keine Gedanken darueber gemacht, was ich hier machen koennte. Um es kurz abzuhandeln, ausser Strand und Nightlife hat (zumindest Kuta) nicht viel zu bieten. So beschraenkten sich meine Aktivitaeten auf langes Schlafen, der Sonne ausweichen (Sonnencreme kostet hier 13 Euro, die ticken doch nicht ganz sauber) und mich nachmittags in die Sportbar zu setzen um mit anderen Nicht-Surfern den olympischen Spielen zu froenen.

Sehr entspannte acht Tage also.

Schliesslich Weiterflug nach Sydney, und damit verbunden die Erkenntnis, dass Kinder im Flugzeug entweder nicht, nur mit Maulkorb oder im Frachtabteil untrwegs sein duerften.

Von den 4 Stunden Flug hat ein Kind die erste komplette Stunde durchgeheult, ein anderes die komplette letzte. Und da soll man dann schlafen...

Zu Sydney gibts nicht viel zu sagen, ausser, dass man es bei schlechtem Wetter meiden sollte. Mein Aufenthalt bot mir also in erster Linie organisatorisches: Bankkarte, Tax File Number, Weiterfahrt nach Cairns, YHA, TaW.

Und jetzt bin ich in Byron Bay, kurz vor der Grenze nach Queensland, in einem weiteren Surferort. Morgen werde ich dann hoffentlich mal was anderes sehen als Sand und Wasser.

Bis denn

24.8.08 10:48


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Boah, bin ich schlecht gelaunt. Alter, bin ich schlecht gelaunt. Ich bin sowas von schlecht gelaunt...

Aber von vorne. Nachdem Birger und ich uns in Chiang Mai getrennt haben und ich mit einem Overnight-Bus wieder nach Bangkok gekommen bin, hab ich nach den anschliessenden 19 Stunden im Zug die Grenze zu Malaysia erreicht. Mein Ziel war Pulau Perhentian Kecil, eine kleine Insel an der Ostkueste. Ich wusste, dank Lonly Planet, dass es um halb 6 abends noch ein Boot dorthin gibt. Distanz zwischen Grenze und Abfahrtsort des Bootes, ungefahr 200 Kilometer, und dafuer ungefaehr 3 Stunden Zeit. Und wie macht man es richtig? So wie ich: nach der Grenze ersten Bus nach Kota Bharu, dort mir den schnellsten Taxifahrer gesucht, den Preis den er haben wollte halbiert, um halb 6 nach einer wirklich schnellen Fahrt angekommen und gerade noch auf das abfahrende Boot gesprungen. Geht doch.

Was fuer Leute trifft man wirklich ueberall, an jedem Ort der Welt? Briten! Da das die einzigen lustigen Leute dort waren, waren meine Tage entsprechend gepraegt. Oh, und ich hab wieder nen Sonnenbrand (ja, ich sollte mir langsam mal Sonnenmilch zulegen). Letzter Tag: Mein Boot zurueck nach Kuala Besut (der Ort auf dem Festland) fuhr um 12 Uhr ab. Also genuegend Zeit um nochmal schoen zu duschen, einen Pfannkuchen zum Fruehstueck zu haben, mich von den Leuten die da blieben zu verabschieden und dann aufs Speedboot zu steigen (kein Spass, alle Boote hatten minimal 2 150 PS Motoren hinten drankleben).

Mein weiterer Plan: nach der Ankunft mit einem Bus nach Kuala Terenganu fahren, von dort den erstbesten Bus nach Singapur oder Johor Baru nehmen.

Folgendes passiert: im Boot setzt sich Nico auf ein selbstklebendes Schild mit der Aufschrift: "Leben so schwer wie moeglich machen, bitte."

Das Boot hat einen Defekt, einer der beiden Motoren springt nicht an, naja, nicht so schlimm. Da es sich dabei um eine Art Bus handelt, der mehrere Stationen anfaehrt, bevor es zum Festland geht, mussten wir auf einige andere warten. Unter anderem, eine kleine Familie, in der die Tochter eine harte Hinfahrt hatte, und deswegen sich geweigert hat, auf das Boot zu kommen. Nach 5 Minuten hat es dann doch zugestimmt mit Schwimmweste und eingeklemmt zwischen Mutti und Vati aufs Boot zu kommen. Wir kommen in Kuala Besut an, etwas spaeter als erwartet, nicht so schlimm. Denkste.

Ich komme vom Schiff und sehe direkt vor mir meinen Bus vorbeifahren. Schnell Infos eingeholt: es gibt einen einzigen Bus nach Sueden am Tag hier, und den hab ich um 5 Minuten (danke, du Goere) verpasst. Also mit einem Linienbus in einen Ort gefahren der mich nicht ein Stueck naeher an mein Ziel Singapur bringt. Immerhin hab ich dort den naechsten Bus erwischt, der mich nach Kuala Terenganu brachte. Grandioserweise mit einem Busfahrer der Kupplung mit Gaspedal verwechselt, mitten in der Fahrt auf die Toilette musste, und dann, weil er ja sowieso steht, erstmal noch nen Plaeuschchen mit irgendnem Wachmann haelt.

Einige Zeit spaeter sind wir dann auch endlich in KT angekommen. So, dann brauch ich ja nur noch nen Bus nach Singapur. Erster Schalter: alles voll. Zweiter Schalter: alles voll. Dritter Schalter: bis Montag alles voll.

Erster freier Platz, Montagabend.

Ich hab dann noch einige Malayien aus Kuala Lumpur getroffen, die vor demselben Problem standen wie ich, keine Moeglichkeit wegzukommen.

Mit denen bin ich dann nach Kuantan gefahren, der einzige Bus der noch freie Plaetze hatte und nach Sueden fuhr.Kurz etwas zu diesem Busfahrer, auch dieser hatte wohl Angst davor zu schnell zu fahren, und blockierte dann lieber die linke Spur. Immerhin haben wir wenn er langsam gefahren ist noch Strecke gut gemacht. Um halb 10 abends meinte er naemlich essen zu muessen. Essen. Als wenn wir heute genug Zeit fuer alles haben.

Nach seiner Staerkung, die ganze 40 Minuten gedauert hat, sind wir dann weiter gefahren. Dauer bis zum Ziel: noch 2 Stunden.

Einer von den Malayien hatte einen Freund in Kuantan, der fuer uns versucht hat dort Tickets fuer die Weiterfahrt zu organisieren. Nach KL war das kein Problem, Weiterfahrt war um 1 Uhr nachts, nach JB gab es noch genau einen Platz. Und der Bus fuhr um 12. Mitgerechnet? Richtig, waehrend wir in den Busbahnhof einfuhren, fuhr auf der anderen Seite mein naechster Bus raus. Der Freund von dem Malayien hat mich dann freundlicherweise noch zu einem Hotel gefahren.

Das positive an dem Hotel: es kostet "nur" 23 RM.

Dafuer waren die Toiletten mal wieder, sagen wir mal gewoehnungsbeduerftig, und mein Zimmer lag an der Hauptstrasse ueber dem einzigen Restaurant, das 24 Stunden am Tag geoeffnet hat.

Folgende Gedankengaenge passieren jetzt innerhalb von 5 Sekunden, ich markiere sie mal mit unterschiedlichen Schriftstilen.

Check ich mal die Toiletten aus, die Tuer kann man von aussen nur mit dem Schluessel oefnnen, check ich auch gleich die Duschen ab, ich sollte den Schluessel mitnehmen, zum duschen braucht man nen Handtuch, wo ist der mein Schluessel Handtuch?

Kann man sich noch daran erinnern, womit ich den Tag gestartet hat? "Also genuegend Zeit um nochmal schoen zu duschen, einen Pfannkuchen zum Fruehstueck zu haben..."

Kurz nachgeguckt und festgestellt, dass die Distanz zwischen mir und meinem Handtuch jetzt 200 Kilometer betraegt.

Immerhin hab ich den Schluessel wiedergefunden.

Gluecklicherweise hatte ich keine Bed-Bugs. Geht doch...

 

Zum aktuellen, mein Bus nach JB geht heute Nacht um 11 Uhr, ich komme also gegen 3 Uhr mitten in der Nacht an.

10.8.08 07:41


Und da bin ich wieder. Die Sonne ist zu heiss, der Regen zu wenig: Willkommen in Chiang Mai.

Nach den Cameron Highlands (wir haben uebrigens in einer Teefabrik Beuteltee erhalten...) waren, sind wir nach Taman Negara gefahren. Trekking bei mindestens 200% Luftfeuchtigkeit und 30 Grad unter den Baeumen. Der erste Tag war sehr schoen, solange, bis mir nach einer schwierigen Wanderung (ein Bach: 15 Meter runter, durchlaufen, auf der andern Seite wieder 15 Meter hoch) im unteren Teil der Hosenbeine dunkle Stellen aufgefallen sind. Prima, Blutegel, und die Beine komplett voll mit den Biestern.

Dementsprechend misstrauisch haben wir dann auch den zweiten Tag verbracht.

Nach einer Boots- und Zugfahrt, haben wir dann Thailand erreicht: endlich Bier. Bei einem Preis von einem Euro pro 0,6er Flasche nimmt man dann auch mal zwei Flaschen, und wenn man dann noch, so wie wir, in Sichon am Strand liegt, dann hat man eigentlich nichts gegen so ein Leben einzuwenden.

Aber es kommt noch besser, kurz nach Sichon, sind wir nach Ko Phangang geschippert, eine Insel, die beruehmt fuer ihre Full Moon Beach Party ist. Ein Strand, 50000 Menschen. Die Preise sind entsprechend. Es sei denn, man kommt rechtzeitig zur Half Moon Partz, so wie wir. Dann bekommt man super Preise, an einem der schoensten Straende der Welt. Und wenn man dann noch etwas Verhandlungsgeschick mitbringt, kann man sich fuer 6 Euro ziemlich die Kante geben. So wie wir.

Von dort ging es dann nach Bangkok. Nicht viele Worte verlieren: grosse Stadt, leckeres Deep Fried Chicken.

 Auf nach Um Phang an der burmesischen Grenze. Auf dem Plan stand ein 3-Tages-Trip, mit Rafting, Uebernachten unter freiem Himmel, Wandern auf Wanderwegen, dem groessten Wasserfall Thailands und Wandern auf Elefantenwegen (ja wir haben sie gesehen; und die Wilden haben wir gehoert, der einzige Moment, in dem unser Guide nervoes wurde). Jetzt weiss ich dank unseren Guides, ein Ex-Guerilla, auch endlich alles was ich ueber Reisanbau schon immer wissen wollte, wie man das Militaer in einen Hinterhalt lockt, und wie man eine Kalaschnikow richtig haelt.

Und schliesslich: Chiang Mai, neben Bangkok die Stadt mit der hoechsten Tempeldichte. Morgen werden wir dann selbst sehen, warum jeder meint, wir sollten hier her kommen.

 

Viele liebe Gruesse 

2.8.08 14:12


Hallo hallo, Zeit wieder ein wenig zu berichten.

Nach dem Aufenthalt in Singapur, 4 Tage, sind mein Bruder, mit dem ich mich in Singapur getroffen und ich via Bus nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias aufgebrochen. Ueber Johor Baru sind wir nach 6 Stunden Fahrt in KL angekommen. Unser Zimmer im Hostel teilten wir mit Esteban, einem Argentinier, und einer unbekannten 4ten Person, die mit ihren gesamten Klamotten, Rucksack, Tueten und Schuhen in ihrem Bett geschlafen hat. Zusaetslich ist sie immer erst gegen 2 Uhr nachts gekommen und vor 8 Uhr wieder weggewesen. Komische Leute gibts.

Kuala Lumpur ist eine Riesenstadt, so wie eigentlich alle Orte, die auf einer Karte hier verzeichnet sind, selbst wenn dabei steht, es sei nur eine Provinzstadt. Der Wirtschaftsaufschwung in Ostasien ist hier ueberall zu sehen. Selbst eine halbe Stunde ausserhalb des Ortsschildes entstehen immer noch Fabriken und Lagerhallen, die zur Stadt gehoeren.

KL hat selbst nur wenig zu bieten, abgesehen von einigen Bauten, den Petronas Twin Towers, oder dem weltgroessten Fahnenmast (und der ist wirklich seeehr gross). In jeder Singapur war Chinatown jedes Mal einen Besuch wert, es war aber etwas verstoerend, wenn in KL am Eingang der Restaurants die Maeuse von den Leuchtreklamen herunterspringen, weil die 3 Meter immer noch mehr Ueberlebenschancen bieten, als die Ratten, die sie angegriffen haben.

Nach KL sind wir weiter nach Pulau Pangkor gefahren, eine kleine Insel, an der Westkueste, wo alles etwas langsamer laeuft. Die Fischer treffen sich beispielsweise erstmal um 11 Uhr zum Tee, bevor man dann aufs Meer faehrt. Ausser in der Sonne zu liegend die Haut verbrennen zu lassen, sich im Meer abkuehlen und ab und zu einen Tee zu trinken (schmeckt wie fluessiger Honig, ein Traum) haben wir entsprechend wenig Produktives auf die Beine gestellt. Nach 2 Naechten auf der Insel sind wir dann weiter gefahren.

Und jetzt kommen wir zur Gegenwart, vom vermutlich waermsten Punkt Malaysias, sind wir direkt an den kaeltesten gefahren. Nach Tanah Rata in den Cameron Highlands. Die vorausgegangene Busfahrt, 3 Stunden, bzw. die tolle Klimaanlage, die man nicht abstellen konnte, hat dann auch gleich seine Wirkung gezeigt, indem ich heute mit einer schoenen Erkaeltung aufgewacht bin.
Egal, wir wollen was erleben, also Rucksack gepackt, den Schmerz in den sonnenbrandgepeinigten Schultern ignoriert, und auf zum hoechsten Berg der Umgebung. Nach wenig mehr als einer Stunde haben wir dann die 1000 bis 1500 Hoehenmeter (so genau weiss das keiner) dann ueberwunden, und als Belohung bekommt man einen der besten Ausblicke ueber das groesste Hochebenen-Anbaugebiet fuer Tee in Malaysia. Der Weg hinunter wurde dann etwas zeitintenisver, statt 3 Kilometern betrug unsere Strecke 11. Man kann sich ungefaehr vorstellen was fuer eine Steigung unser Hinweg hatte. Vor der Fahrt zum Hostel haben wir uns noch den Butterfly Garden angeschaut, mit Grasshuepfern so gross wie eine Hand, und Schmetterlingen, die mit ihren Schwingen ein ganzes Gesicht bedecken koennten, wuerden sie sich auf einer Nase niederlassen.

 

Und zum Abschluss noch eine kleine Auflistung der Preise:

ein Tee 1RM (Ringit)

einmal Chicken-Rice 5RM

eine 3-Stundenbusfahrt die Highlands 6.90 RM

ein Bier 10RM

 

1RM=20 Cent

 

Unsere naechste Station wird der groesste Nationalpark Malaysias werden und dann recht schnell Thailand.

 

Bis zum naechsten Mal und Terima Kasih fuers Lesen (d.h Danke)

17.7.08 11:22


Ankunft

So, nach insgesamt 13 Stunden Flug bin ich in Singapur angekommen (es gab keine Erdnuesse!). Der erwartete "Schwamm" in den ich hier laufen sollte hat sich allerdings nicht bestaetigt, aber bisher hab ich auch nur die Abendluft geniessen koennen. Ich gebe zu, der Verkehr hat meine Aufmerksamkeit fuer das Wetter deutlich reduziert. Denn die erste Frage, nach dem Rechts- oder Linksverkehr konnte auch nach 2 Minuten im Taxi nicht beantwortet werden, der Flughafen ist so riesig, dass man in den ersten Minuten nichts anderes gesehen hat, ausser der eigenen 4-spurigen Strasse, bei der ich vermute es handelt sich um einen Zubringer. Um die Frage zu beantworten: Linksverkehr, ich bin froh gefahren worden zu sein, mehr als einmal waere ich total falsch abgebogen. Ich glaube auch das Fahr-System erkannt zu haben, es geht hauptsaechlich darum sich auf der Ueberholspur moeglichst nah an einen deutschen Wagen (ausnahmslos 7er BMW oder S-Klassen) ranzufahren, um sich dann auf der linken Spur wieder zurueckfallen zu lassen. Irgendwo dazwischen versucht man dem fahrenden Altmetall auszuweichen.

Es ist halb 3 Ortszeit und endlich bin ich in einem Hostel gelandet, in dem ich mich fuehle, als sei ich tatsaechlich Backpacker. Ein Bett auf der Dachterasse, schlafen bei 30 Grad, was will man mehr.. Dafuer kostet die Nacht ab jetzt nur noch 12$, inklusive Fruehstueck und freiem Internetzugang. Nach einer Stunde zu Fuss durch die Stadt mit vollem Gepaeck fuer eine Strecke von 2,5 km hab ich in der Zukunft vermutlich doch genug Geld um die 2$ fuer den Bus irgendwie aufbringen zu koennen.

Das wars fuers erste, und bevor der grosse Neid wieder hervor kommt: man schwitzt waehrend man sich abkuehlt.

9.7.08 05:25


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