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Boah, bin ich schlecht gelaunt. Alter, bin ich schlecht gelaunt. Ich bin sowas von schlecht gelaunt...

Aber von vorne. Nachdem Birger und ich uns in Chiang Mai getrennt haben und ich mit einem Overnight-Bus wieder nach Bangkok gekommen bin, hab ich nach den anschliessenden 19 Stunden im Zug die Grenze zu Malaysia erreicht. Mein Ziel war Pulau Perhentian Kecil, eine kleine Insel an der Ostkueste. Ich wusste, dank Lonly Planet, dass es um halb 6 abends noch ein Boot dorthin gibt. Distanz zwischen Grenze und Abfahrtsort des Bootes, ungefahr 200 Kilometer, und dafuer ungefaehr 3 Stunden Zeit. Und wie macht man es richtig? So wie ich: nach der Grenze ersten Bus nach Kota Bharu, dort mir den schnellsten Taxifahrer gesucht, den Preis den er haben wollte halbiert, um halb 6 nach einer wirklich schnellen Fahrt angekommen und gerade noch auf das abfahrende Boot gesprungen. Geht doch.

Was fuer Leute trifft man wirklich ueberall, an jedem Ort der Welt? Briten! Da das die einzigen lustigen Leute dort waren, waren meine Tage entsprechend gepraegt. Oh, und ich hab wieder nen Sonnenbrand (ja, ich sollte mir langsam mal Sonnenmilch zulegen). Letzter Tag: Mein Boot zurueck nach Kuala Besut (der Ort auf dem Festland) fuhr um 12 Uhr ab. Also genuegend Zeit um nochmal schoen zu duschen, einen Pfannkuchen zum Fruehstueck zu haben, mich von den Leuten die da blieben zu verabschieden und dann aufs Speedboot zu steigen (kein Spass, alle Boote hatten minimal 2 150 PS Motoren hinten drankleben).

Mein weiterer Plan: nach der Ankunft mit einem Bus nach Kuala Terenganu fahren, von dort den erstbesten Bus nach Singapur oder Johor Baru nehmen.

Folgendes passiert: im Boot setzt sich Nico auf ein selbstklebendes Schild mit der Aufschrift: "Leben so schwer wie moeglich machen, bitte."

Das Boot hat einen Defekt, einer der beiden Motoren springt nicht an, naja, nicht so schlimm. Da es sich dabei um eine Art Bus handelt, der mehrere Stationen anfaehrt, bevor es zum Festland geht, mussten wir auf einige andere warten. Unter anderem, eine kleine Familie, in der die Tochter eine harte Hinfahrt hatte, und deswegen sich geweigert hat, auf das Boot zu kommen. Nach 5 Minuten hat es dann doch zugestimmt mit Schwimmweste und eingeklemmt zwischen Mutti und Vati aufs Boot zu kommen. Wir kommen in Kuala Besut an, etwas spaeter als erwartet, nicht so schlimm. Denkste.

Ich komme vom Schiff und sehe direkt vor mir meinen Bus vorbeifahren. Schnell Infos eingeholt: es gibt einen einzigen Bus nach Sueden am Tag hier, und den hab ich um 5 Minuten (danke, du Goere) verpasst. Also mit einem Linienbus in einen Ort gefahren der mich nicht ein Stueck naeher an mein Ziel Singapur bringt. Immerhin hab ich dort den naechsten Bus erwischt, der mich nach Kuala Terenganu brachte. Grandioserweise mit einem Busfahrer der Kupplung mit Gaspedal verwechselt, mitten in der Fahrt auf die Toilette musste, und dann, weil er ja sowieso steht, erstmal noch nen Plaeuschchen mit irgendnem Wachmann haelt.

Einige Zeit spaeter sind wir dann auch endlich in KT angekommen. So, dann brauch ich ja nur noch nen Bus nach Singapur. Erster Schalter: alles voll. Zweiter Schalter: alles voll. Dritter Schalter: bis Montag alles voll.

Erster freier Platz, Montagabend.

Ich hab dann noch einige Malayien aus Kuala Lumpur getroffen, die vor demselben Problem standen wie ich, keine Moeglichkeit wegzukommen.

Mit denen bin ich dann nach Kuantan gefahren, der einzige Bus der noch freie Plaetze hatte und nach Sueden fuhr.Kurz etwas zu diesem Busfahrer, auch dieser hatte wohl Angst davor zu schnell zu fahren, und blockierte dann lieber die linke Spur. Immerhin haben wir wenn er langsam gefahren ist noch Strecke gut gemacht. Um halb 10 abends meinte er naemlich essen zu muessen. Essen. Als wenn wir heute genug Zeit fuer alles haben.

Nach seiner Staerkung, die ganze 40 Minuten gedauert hat, sind wir dann weiter gefahren. Dauer bis zum Ziel: noch 2 Stunden.

Einer von den Malayien hatte einen Freund in Kuantan, der fuer uns versucht hat dort Tickets fuer die Weiterfahrt zu organisieren. Nach KL war das kein Problem, Weiterfahrt war um 1 Uhr nachts, nach JB gab es noch genau einen Platz. Und der Bus fuhr um 12. Mitgerechnet? Richtig, waehrend wir in den Busbahnhof einfuhren, fuhr auf der anderen Seite mein naechster Bus raus. Der Freund von dem Malayien hat mich dann freundlicherweise noch zu einem Hotel gefahren.

Das positive an dem Hotel: es kostet "nur" 23 RM.

Dafuer waren die Toiletten mal wieder, sagen wir mal gewoehnungsbeduerftig, und mein Zimmer lag an der Hauptstrasse ueber dem einzigen Restaurant, das 24 Stunden am Tag geoeffnet hat.

Folgende Gedankengaenge passieren jetzt innerhalb von 5 Sekunden, ich markiere sie mal mit unterschiedlichen Schriftstilen.

Check ich mal die Toiletten aus, die Tuer kann man von aussen nur mit dem Schluessel oefnnen, check ich auch gleich die Duschen ab, ich sollte den Schluessel mitnehmen, zum duschen braucht man nen Handtuch, wo ist der mein Schluessel Handtuch?

Kann man sich noch daran erinnern, womit ich den Tag gestartet hat? "Also genuegend Zeit um nochmal schoen zu duschen, einen Pfannkuchen zum Fruehstueck zu haben..."

Kurz nachgeguckt und festgestellt, dass die Distanz zwischen mir und meinem Handtuch jetzt 200 Kilometer betraegt.

Immerhin hab ich den Schluessel wiedergefunden.

Gluecklicherweise hatte ich keine Bed-Bugs. Geht doch...

 

Zum aktuellen, mein Bus nach JB geht heute Nacht um 11 Uhr, ich komme also gegen 3 Uhr mitten in der Nacht an.

10.8.08 07:41
 


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